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Gaascht
Geist
I dera Buarg häts an bösa Gaascht.
In der Burg hat es einen bösen Geist.
gach­tat
geach­tet, über­se­hen, nicht gese­hen
I ha di net gach­tat.
Ich habe dich nicht gese­hen.
gääch
steil
S Resa­gäss­le ischt hua­ra gääch.
Das Resa­gäss­le ist sehr steil.
Gäfer­le
ein wenig, eine dün­ne Schicht Schnee
Es hät ned viel Schnee, no a Gäfer­le.
Es hat nicht viel Schnee, nur gera­de eine dün­ne Schicht.
gärb­sa
hör­ba­res Auf­stos­sen, rülp­sen
Noch dem fei­na Essa muass i noch gärb­sa.
Nach dem fei­nen Essen muss ich noch rülp­sen.
gärn
gern
Dr Kuacha han i gärn.
Den Kuchen mag ich ger­ne.
gärn­um­ma
nie mehr
I kumm gärn­um­ma zu eu.
Ich kom­me nie mehr zu euch.
gafera
spei­cheln
S Kind gafe­rat rooss bim Zahna.
Das Kind spei­chelt arg beim Zah­nen.
gaf­fa
gaf­fen, anse­hen, betrach­ten, mus­tern
Du muascht net a so gaf­fa.
Du musst nicht so star­ren.
Gafr
Gei­fer, Spei­chel
Dem rünnt dr Gafr usm Muul.
Dem rinnt der Spei­chel aus dem Mund.
gag­ga­ra
gag­gern
D Hen­na ton gag­ga­ra bim Eiar lega.
Die Hüh­ner gag­gern beim Eier legen.
Gag­la
Kot­ku­geln
An Has macht an hufa Gag­la.
Ein Hase macht vie­le Kot­ku­geln.
gajetz
momen­tan, zur Zeit, gera­de jetzt
Gajetz ischt a Sau­kel­te.
Momen­tan herrscht eine gros­se Käl­te.
Galo­scha
Über­schuh
Meta Galo­scha hät ma bim schlech­ta Wettr d Schuah gschötzt.
Mit dem Über­schu­hen hat man bei schlech­tem Wet­ter die Schu­he geschützt.
galt
tra­gen­de Kuh
Dia Kuah ischt galt un kama num­ma mel­cha bis zm Kälb­la.
Die­se Kuh wird nicht mehr gemol­ken bis zum Kal­ben.
gal­tat
geal­tert, alt gewor­den
Dia Frau hät recht gal­tat!
Die­se Frau hat rich­tig geal­tert!
gang
gehe
I gang noh i Kiar­cha.
Ich gehe in die Kir­che.
gan­ta
stei­gern
I ha im Wal Holz gan­tat.
Ich habe im Wald Holz erstei­gert.
Garscha
Kin­der
Ene hon viil Garscha.
Sie haben vie­le Kin­der.
Gegataal
Gegen­teil, Gegen­satz
Er ischt ganz s Gegataal vom Bru­a­dr.
Er ist ganz das Gegen­teil von sei­nem Bru­der.
gehr
ich mag, ich will, brau­che
I gehr nünt Znacht.
Ich will kein Abend­essen.
Gelds­eckl
Geld­sä­ckel, Geld­ta­sche, Geld­beu­tel
I ha dr Gelds­eckl ver­lo­ra.
Ich habe die Geld­ta­sche ver­lo­ren.
gell
sicher, nicht wahr, oder
Du kunscht oo, gell?
Du kommst auch, nicht wahr?
Gel­rüa­ble
Karot­ten
Gel­rüa­ble sin gsund füar d Oga.
Karot­ten sind gesund für die Augen
Gel­ta
Blech­wan­ne
D Wösch ischt i dr Gel­ta iig­waacht.
Die Wäsche ist in der Blech­wan­ne ein­ge­weicht.
gfählt
falsch oder gefehlt
Was i gset ha ischt gfählt akoo.
Was ich sag­te, kam beim Gegen­über nicht rich­tig an.
Gfell
Glück, es ist gut gegan­gen, Schwein gehabt.
Du häscht a gros­sas Gfell gha.
Du hast gros­ses Glück gehabt.
gfocht­lat
gefuch­telt, fuch­teln
Er hät weld met da Hend gfocht­lat.
Er hat wild mit den Hän­den gefuch­telt.
gföl­gig
folg­sam, brav, gehor­sam
A gföl­gigs Göf­le hät ma gern.
Ein folg­sa­mes Kind hat man gern.
Gfohr
Gefahr
Do uffi klet­tra ischt a gros­si Gfohr.
Da hin­auf klet­tern ist eine gros­se Gefahr.
Gfozz
Durch­ein­an­der
Das ischt a Gfozz was du do machscht.
Das ist ein Durch­ein­an­der was Du da machst.
gfräs­sig
mag gut essen
Dia Lüt sin gfräs­sig.
Die­se Leu­te mögen viel essen.
Göl­la­kasch­ta
Jau­che­gru­be
Dr Göl­la­kasch­ta schtin­kt.
Die Jau­che­gru­be stinkt.
göll­na
Gül­le, Jau­che aus­brin­gen
Höt toni d Fell­dr göll­na, as dr Göl­la­kasch­ta läär ischt.
Heu­te dün­ge ich die Fel­der mit Jau­che, damit der Jau­che­kas­ten leer ist.
Göppl
Fahr­zeug, Gefährt
I bi metam Göppl hoom gfahra.
Ich bin mit dem Fahr­zeug nach Hau­se gefah­ren.
Göt­ter­le
Fläsch­chen
A paar Göt­ter­le hommr scho trun­ka.
Eini­ge Fläsch­chen haben wir schon getrun­ken.
Göt­ti
Tauf­pa­te
Zm Gebuart­s­tag kumi all­bis a Gschenk vam Göt­ti öbr.
Zum Geburts­tag bekom­me ich immer ein Geschenk von mei­nen Tauf­pa­ten.
Gofa
Kin­der
Noch dr Schual machn Gofa an muarz Lär­ma.
Nach der Schu­le machen die Kin­der einen gros­sen Lärm.
gom
gehen
Gom miar jetz?
Gehen wir jetzt?
goo
gehen
Miar monn jetz goo!
Wir müs­sen jetzt gehen!
goo­na
gäh­nen
Dr Hans intressiert’s glo­bi ned, er ischt all am Goo­na.
Ich glau­be, den Hans inters­siert das nicht, er ist immer am Gäh­nen.
gooscht
gehst
Gooscht am Obat met is Kino?
Gehst am Abend mit ins Kino?
gootr
geht er
Dr Hans, gootr schoo?
Der Hans, geht er schon?
goots
geht es
Goots dr jetz bessr?
Geht es dir jetzt bes­ser?
goot­si
geht sie
D Pau­la, goot­si scho?
Die Pau­la, geht sie schon?
Gopf
Hügel, Anhö­he
Ufam Gopf dom­ma siacht ma witt.
Oben auf dem Hügel sieht man weit.
gopfa
stos­sen, anrem­peln
To mi ned all gopfa.
Stoss mich nicht dau­ernd.
Goscha
Gross­maul
Du häscht all­bis a gros­se Goscha.
Du hast immer ein gros­ses Maul.
Gotsch
Schluck
I bruch an Gotsch Wassr zm trin­ka.
Ich brau­che einen Schluck Was­ser zum Trin­ken.
got­schwi­is
in klei­nen Men­gen
S Wassr ischt got­schwi­is us dr Lei­tig koo.
Das Was­ser ist ruck­wei­se aus der Lei­tung.
Got­ta
Tauf­pa­tin
Zm Gebuart­s­tag kumi all­bis a Gschenk vo dr Got­ta öbr.
Zum Geburts­tag bekom­me ich immer ein Geschenk von mei­ner Tauf­pa­tin.
Got­tra
Fla­sche
A gan­zi Got­tra Schnaps hommr trun­ka.
Eine gan­ze Fla­sche Schnaps haben wir getrun­ken.
gottsch­trööf­lig
unfass­bar, unge­heu­er­lich, sehr schlimm
Das, was du machscht, ischt gottsch­trööf­lig.
Das, was du machst, ist unge­heu­er­lich.
Gotts­wel­la
um Got­tes Wil­len
Um Gotts­wel­la, was tuascht denn du schoo wedr?
Um Got­tes­wil­len, was tust denn du schon wie­der?
got­zig
ein­zig, ein­zeln, bei­na­he, fast
An got­zi­ga Fran­ka han i noch gha.
Einen ein­zi­gen Fran­ken hat­te ich noch.
got­zigs
knapp
Um a got­zigs Höör­li hani dr Zoog ver­passt.
Knapp habe ich den Zug ver­passt.
graa­g­lat
sehr voll, über­voll, über und über voll
Der Bom ischt graa­g­lat voll Bia­ra!
Die­ser Baum ist über­voll mit Bir­nen!
grää
Fei­er­abend
Mach no baal grää.
Mach auch bald Fei­er­abend.
grää
fer­tig
I bi baal grää met dr Arbat im Schtall.
Ich bin bald fer­tig mit der Arbeit im Stall.
grää­za
wei­nen
Wega dem muascht net grää­za.
Des­we­gen musst du nicht wei­nen.
grech­tat
gerich­tet
I ha dr Holz grech­tat zm Iifüüra.
Ich habe dir Holz zum Anfeu­ern her­ge­rich­tet .
Greffl
Fin­ger
Loss dine Greffl vam Züüg.
Lass dei­ne Fin­ger vom Zeug.
Greffl
Schreib­stift für Schie­fer­ta­feln
Miar hon met am Greffl of Taf­la gschre­ba.
Wir haben mit dem Stift auf die Tafel geschrie­ben.
Grin­weh
Kopf­weh
Höt hani scho dr ganz Tag s Grin­weh.
Heu­te habe ich schon den gan­zen Tag Kopf­weh.
gsi
gewe­sen
I bi a dera Ussch­tel­lig gsi.
Ich bin an der Aus­stel­lung gewe­sen.
Gsöff
schlech­tes Getränk
Was ischt das füar a Gsöff?
Was ist das für ein schlech­tes Getränk.
guar­g­la
gur­geln
I nimm am Obat an Schnaps zam Guar­g­la.
Ich neh­me am Abend einen Schnaps zum Gur­geln!
Güggl
Hahn
Za da Hen­na ghört an Güggl.
Zu den Hen­nen gehört ein Hahn.
Guga
Blech­blas­in­stru­ment
I muass jetz Guga of Hoch­glanz bringa.
Ich muss jetzt das Blech­blas­in­stru­ment auf Hoch­glanz polie­ren.
Gug­gum­ma­ra­sa­lot
Gur­ken­sa­lat
Höt gits Gug­gum­ma­ra­sa­lot.
Heu­te gibt es Gur­ken­sa­lat.
Guh
Geschmack
Das Essa hät an komi­scha Guh.
Das Essen hat einen komi­schen Geschmack.
gum­pa
jucken, hüp­fen, sprin­gen
Miar mon öbra Graba gum­pa.
Wir müs­sen über den Gra­ben sprin­gen.
Gums­la
ein­fäl­ti­ge Frau
Du bischt a Gums­la.
Du bist ein ein­fäl­ti­ges Weib. (Schimpf­wort)
Gura­schi
Mut, Selbst­ver­trau­en
Das ischt on met Gura­schi.
Der hat Mut.
gura­s­chiart
mutig, selbst­be­wusst, beherzt
Er ischt gura­s­chiart ufträta.
Er ist selbst­be­wusst auf­ge­tre­ten.
Gwand
Gewand, Anzug
Du häscht höt a schös Gwand a.
Du hast heu­te einen schö­nen Anzug an.
gwehrt
ver­tei­digt
I ha mi gwehrt.
Ich habe mich ver­tei­digt.
Gweis
Durch­ein­an­der
Du häscht an Gweis bei­anand.
Du hast ein Durch­ein­an­der bei­sam­men.
gwennt
gewohnt
I ha mi scho dra gwennt a dia Arbat.
Ich habe mich schon an die­se Arbeit gewöhnt.
gwe­rig
rüh­rig, ziel­stre­big, streb­sam
Der Buab ischt gwe­rig.
Die­ser Kna­be ist ziel­stre­big.